Blechentgratung

Ursprünge


Die (automatisierte) Blechentgratung fand Ihren Ursprung in den frühen 1980er Jahren.
Damals begannen Hersteller von Holz-Schleifmaschinen damit, Anpassungen an den Maschinen vorzunehmen um Bleche entgraten zu können.

Während beim Holzschliff immer die gesamte Oberfläche gleichmäßig geschliffen werden soll, ist bei der Blechentgratung die Anforderung eine gänzlich andere.
Idealerweise würden die Bleche ausschließlich an den Kanten bearbeitet (entgratet), während die Oberfläche idealer Weise gar nicht berührt wird.

Unterschiede der Entgrat-Aggregate

Die meisten Maschinen werden heute so ausgelegt, dass der Druck auf den Kanten möglichst hoch ist, während auf der Fläche nur mit geringem Druck geschliffen wird.
Möglich ist dies durch weich-gummierte Walzen über die die Schleifmittel laufen. Je weicher diese Walzen sind, desto mehr Voreilung kann dem Schleifaggregat gegeben werden. (Das Aggregat steht also tiefer als die zu berarbeitende Blechdicke.) Die Gummierung wird vom Blech komprimiert und dehnt sich über den Kanten sowie den Öffnungen innerhalb des Blechs aus. Dadurch wird erreicht, dass der Zerspanungsdruck auf den Kanten maximiert wird.
Bis heute arbeiten die meisten Hersteller mit klassischen Schleifaggregaten bei dem das Schleifmittel über 2 Walzen geführt wird. Eine obere als Umlenkrolle und eine gummierte Kontaktwalze, die das Werkstück bearbeitet.

Es gibt einige, wenige Hersteller, die diese – von der Holzbearbeitung übernommene Technik hinter sich gelassen haben um sich ganz auf die oben beschriebenen Anforderungen einstellen zu können. Immer ist das Ziel die Oberfläche des Bleches zu schonen und die Bearbeitung weitestgehend auf die Kanten zu konzentrieren.

Nach diesem ersten Bearbeitungsschritt sollte der Primärgrat entfernt sein. Je nach Härte der Kontaktwalze entsteht aber eine Sekundärgrat, wie dies vom manuellen Entgraten mit der Flex bekannt ist. Weitere Bearbeitungsstationen der Blechentgratmaschine sind notwendig um die Kanten zu entschärfen oder zu verrunden. Außerdem werden in den Maschinen häufig weitere Aggregate hinzugefügt – zum Beispiel zum Oxid-Entfernen oder für das Oberflächen-Finish.

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Ihr Markus Lindörfer